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Vor etwa 13 Stunden von BlackChester.des Twitter via Facebook

Amir Derakh

>> Ich mag es wirklich gern, den Leuten neue Musik vorzustellen. Das gibt mir einen Kick…

Nur wenige Künster können von sich behaupten, dass sie schon seit mehr als zwei Jahrzehnten in der sich ständig ändernden Musikwelt überleben. Andererseits beschreibt das Wort “Künstler” Amir Derakhs Arbeit nicht ganz treffend. Heute ist er ein sehr erfolgreicher Gitarrist, Songschreiber und Produzent, dessen musikalische Wurzeln bis in die Los Angeles-Metal-Szene der frühen 80er Jahre zurückreichen.

Geboren wurde Amir am 20. Juni 1963 in Schenectady im Bundesstaat New York. 1983 zog er nach Los Angeles, um bei der Hard Rock-Band Rough Cutt einzusteigen, die seine Karriere erst so richtig ins Rollen brachte.

Am bekanntesten ist Amir für seine bahnbrechende G-Synth-Arbeit als Mitglied der mit Platin nur so überhäuften Electro Rock-Band Orgy. Doch er arbeitet auch häufig hinter den Kulissen als Produzent oder Mischer – so zum Beispiel bei der aus Sacramento stammenden Thrash Punk-Combo Red Tape oder bei dem gold-prämierten Soundtrack zum Film Freaky Friday, in dem Amir sogar einen ganz kurzen Cameo-Auftritt hat.

Im Januar 2004 wurde er für seine Gitarren- und Synthesizer-Arbeit bei Orgy vom Guitar Player Magazine unter die 75 “Masters of Metal and Hard Rock” gewählt, da die Band laut dem Magazin den Sound der späten 90er revolutionierte und dutzende Bands hervorbrachte, die ihnen nacheiferten.

Weniger bekannt über Amir ist allerdings, dass er auch als Designer für Gitarren arbeitete und dabei immer wieder Instrumente hervorbrachte, die in Sound und Aussehen Musiker ansprachen, die etwas “anderes” und “Außergewöhnliches” suchten. Eine dieser Gitarren ist in den Hard Rock Café Top 10 der Rock-Andenken vertreten und kann im Hard Rock Café München bewundert werden. Zusammen mit Yamaha entwickelte er auch seine Signature-Gitarre AES-AD6 und die AES-RS7, welche für Ryan konzipiert wurde.

Der Sound von Orgy ist durch die Vielzahl an Verstärkern, Effekten und Pedalen so kompliziert, dass sich Amir die vielen Kombinationen tatsächlich aufschreiben musste, um sie live reproduzieren zu können. Während man bei Rough Cutt über Amirs vereinzelten Einsatz von Synthesizern noch die Nase rümpfte, wurde er bei Orgy dafür umso mehr gefeiert… Ein Zeichen dafür, dass Derakh seiner Zeit stets weit voraus war.

Seit seiner Zeit bei Rough Cutt wurde Amir von Jackson Guitars mit eigens für ihn hergestellten Gitarren versorgt, und seine eigenwilligen Designs sind bei besagter Firma nach wie vor sehr gefragt.

Aus den Überresten von Rough Cutt entstand schließlich Jailhouse – eine Band, die melodischen Hard Rock spielte, aber poppiger angelegt war als die Vorgänger-Band. 1987 veröffentlichte Jailhouse Alive In A Mad World, ein zweites aufgenommenes Album wurde jedoch erst nach vielen Jahren Verzögerung im Jahre 1998 veröffentlicht.

Mit dem Aufkommen des Grunge musste Amir mitansehen, dass viele Musiker seiner Generation für immer in den Annalen des Rock ‘n’ Roll verschwanden. Doch er wollte die Musik nicht für einen Durchschnittsjob hinter sich lassen, daher nahm er an einem Programm der University of California Los Angeles (UCLA) teil, um sich als Produzent und Soundtechniker ausbilden zu lassen und fortan auch im Studio hinter den Mischpulten arbeiten zu können. Seine Faszination für Technik war ihm dabei eine große Hilfe.

Sehr schnell erarbeitete sich Amir einen exzellenten Ruf als Produzent, Mischer und Engineer und arbeitete unter anderem für die Grammy-nominierten Bands Spineshank, Danzig und Coal Chamber, welche ihm sogar einen eigenen Song namens “Amir Of The Desert” widmeten, das auf ihrem Debütalbum zu finden ist. Im selben Jahr tat sich Amir mit Jay Gordon und Ryan Shuck zusammen, um fortan mit Orgy erfolgreich die Musikwelt umzukrempeln. Im Jahr 2000 wurde er ironischerweise mit dem Most Promising New Guitarist-Award augezeichnet – nach fast 20 Jahren im Business.

2003 gründete er zusammen mit Ryan Shuck Julien-K. Außerdem ist er Gitarrist in der Band Dead By Sunrise und arbeitet(e) als DJ in verschiedenen Projekten wie z.B. JK DJS oder Circuit Freq – ein Hobby, welchem er bereits seit über 10 Jahren frönt und in dem seine in den letzten Jahren immer stärker werdende Leidenschaft für die elektronische Musik erst so richtig zum Tragen kommt.

(c)Julien-K.de