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Mike im Interview mit dem Q Magazine veröffentlicht am: 10. Mai 2012 um 19:11

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Der Veröffentlichugstermin des neuen Albums LIVING THINGS rückt immer näher. Aus diesem Grund häufen sich in letzter Zeit auch die Interview mit den einzelnen Bandmitgliedern von Linkin Park. Auch Mike war mal wieder im Interview mit einer Zeitschrift, dieses Mal war es das Q Magazine. Das volle Interview könnt ihr HIER im englischen Original lesen oder ihr les die deutsche Übersetzung unten durch. Viel Spaß!

Da Linkin Park am 25.Juni (22.Juni in Deutschland) ihr fünftes Studioalbum LIVING THINGS
veröffentlichen, haben wir uns mit deren Rapper Mike Shinoda zusammengesetzt, um
mehr darüber zu erfahren, wie der Arcade Fire und The Last Shadow Puppets Streicher Owen Pallett
half die Platte zu formen, Frontmann Chester Bennington über die Drogensucht triumphierte,
wie Mike mit Jay-Z abhängt und mehr.

Wie zum Teufel gehts dir?
Alles in Ordnung,alter , alles gut.

Das letzte Linkin Park Album, A Thousand Suns, wurde von manchen als euer Kid A[Radiohead] bezeichnet. Macht das euer neues Album zu eurem Amnesiac[Radiohead]?
Das ist ne schwere Frage, aber der Radiohead Analogie folgend, könnte man sagen, dass es unser In Rainbows[Radiohead] ist. Ich kenn diese Jungs nicht. Ich weiß nicht, was diese Platte für sie bedeutete, aber für uns ist die nette Sache an LIVING THINGS, dass es den Geist von unseren alten Sachen mit Sachen verbindet, die wie vorher noch nie gemacht haben, ein bisschen wie In Rainbows[Radiohead]. Es ist eine großartige Platte, an die wir wirklich glauben. Es gibt wirklich einige sehr gewagte Momente auf der Platte – Auf manche Teile werden die Leute echt mit „Oh Shit“ reagieren!

Dieses Album horcht also an den frühen Tagen der Band?
Naja, nach den ersten zwei Alben fing es an sich so anzufühlen als würden andere Leute den unverkennbaren Sound dieser Alben zu kopieren und das gesamte Genre weichte etwas auf, also machten wir mit unserem dritten Album, Minutes To Midnight, einen kleinen Schritt aus dieser Schublade, während der Satz, den wir mit dem letzten Album machten etwas, sagen wir, weiter heraus war. Dieses nun… ich denke die beste Analogie dafür ist eine Werkzeugkiste. Beim dritten und vierten Album suchten wir nach neuen Werkzeugen, die wir in diese Werkzeugkiste packen konnten – wilde Elektrik, verschiedene Sounds. Aber wir vernachlässigten jene, welche die ganze Zeit in der Kiste lagen. Dieses Album mischt all diese Elemente, nutzt all diese Werkzeuge zusammen! Ich würde sagen Jungs sind inzwischen sehr mit sich im Reinen mit dem, was Linkin Park ist. Auf Gedeih und Verderb haben wir als Linkin Park eine Menge verschiedene Sachen gemacht. Manche davon bereuen wir vielleicht, manche absolut nicht. Im Allgemeinen sind wir glücklich mit den Album, die wir gemacht haben und wo wir jetzt sind. Diese Platte schaut nicht nur in die Zukunft, sie akzeptiert auch die Vergangenheit.

Ihr habt mit Owen Pallett an der Streicherzusammenstellung auf dieser Platte gearbeitet. Wird das Album also eine orchestrale Neigung haben?
Nicht wirklich. Ich liebe Owens Arbeit bei Arcade Fire und unsere Erfahrung mit ihm war einfach außergewöhnlich. Er arbeitete nur an einem der Songs, I’LL BE GONE, bei dem ich es wirklich kaum erwarten kann, dass die Fans ihn hören dürfen. Er war wirklich großartig. Wir haben ihm die Dateien und Notizen geschickt, die er brauchte um an dem Song zu arbeiten und er schickte das Zeug im Grunde am nächsten Tag zurück, das war unglaublich.

Du redest darüber, dass er schnellebig ist, ihr seid aber selbst ziemlich produktiv – hast du nicht an einer Filmmusik gearbeitet, während ihr dieses Album geschrieben habt?
Das hab ich wirklich gemacht, ich habe den Soundtrack für einen Film namens The Raid gemacht. Die beiden formten sich gegenseitig. Weißt du, es gab diesen Moment während ich die Musik für The Raid schrieb, als ich mich einfach zwei Wochen einschloss ohne mit irgendjemandem Rücksprache zu halten. Ich ging einfach und machte so viel Musik. Ich flog quasi das Kaninchenloch runter und kam mit einer Menge Songs raus. Also erzählte ich der Band davon. Ich sagte:“ Hey, ich denke wir halten zu viel Rücksprache miteinander. Lasst uns aufhören aufeinander zu hocken, genug mit den ganzen Band Meetings und der Kritik an unseren Songs. Lasst uns einfach abtauchen und die Grenzsteine ignorieren. Lasst uns einfach gehen!“ Wir haben in der Zeit tatsächlich eine Tonne großartige Musik gemacht.

2004 habt ihr mit Jay-Z ein gemeinschaftliches Album gemacht, Collision Course. Hast du das Gefühl, dass du einen Einfluss auf die globale Vorherrschaft hattest?
[Lacht] Das ist wirklich lustig. Naja, zumindest in den USA zu sagen, dass Jay-Z bereits etabliert ist, wäre etwas untertrieben. Ich denke, was wir ihm damals zu bieten hatten war ein frisches, kreatives Experiment. Er hatte noch nie etwas mit einer Band wie uns gemacht. Wir befinden uns mit Jay in einer Art on-off Beziehung. Er ist sicherlich talentiert und versteht das Massenpublikum auf eine Art, die viele Bands, vielleicht uns einbezogen, nicht verstehen. Vor ein paar Wochen ging ich zu seiner SXSW Show, sagte :“Hi“ und hatte ein paar Drinks mit ihm. Das hat Spaß gemacht.

Gibt es irgendwen da draußen, mit dem du unbedingt mal arbeiten willst?
Im Moment bin ich eher darauf gespannt mit Produzenten zu arbeiten um die Songs neu zu erfinden. Es klingt bescheuert, weil ihr Leute die Songs noch nichtmal gehört habt, aber ich, ich lebe seit Monaten mit ihnen und ich freue mich so darauf sie neu interpretiert zu hören. Eine Sache, die wir mit der Veröffentlichung dieser Platte machen ist nämlich, wenn du die Platte auf unserer offiziellen Seite kaufst, kriegst du ein Abo für ein monatliches Remix-Paket dazu. Wir wollten den Leuten einfach einen Anreiz geben auf unsere Seite zu gehen.

Um quasi die Zwischenhändler auszublenden, um es den Fans online direkt zu verkaufen? Das ist wirklich euer In Rainbows[Radiohead]…
Das denk ich auch! Du kriegst also dein Album und jeden Monat kriegst du einen weiteren Remix eines Songs von der Platte von einem anderen Künstler. Irgendwie wie unsere Platte Reanimationm, aber über ein paar Monate verstreut. Es ist wirklich schön im direkten Kontakt mit den Fans zu stehen, wenn es darum geht Musik zu veröffentlichen und keine Instanzen im Weg zu haben.

Chester Benningtons Kampf mit der Drogensucht und persönlichen Dämonen wurde gut dokumentiert. Ist er heutzutage an einem besseren Ort?
Er ist heutzutage an einem großartigen Ort. Ich freue mich wirklich für ihn, weil er so ein lustiger Kerl ist. Es ist wirklich witzig. Auf dieser Platte gibt es Momente, die ziemlich angepisst sind. An einer Stelle, als wir einen davon fertigstellten, dachten wir nur, Junge, du bist so ein fröhlicher Kerl und es ist lustig mit anzusehen, wie du einfach umschaltet und so angepisst wirst. Weil ich weiß, dass es von ehrlicher Stelle kommt. Er hat das halt immer noch, wenn er darüber nachdenkt und regt sich dann sehr auf. Ich erinnere mich an einen Tag, als er mitten in den Gesangsaufnahmen eine etwa zweiminütige Pause machen musste, um den Kopf von den Themen des Songs freizukriegen und sie nicht mit dem tief sitzenden Sachen zu verbinden. Er kam wieder und beendete die Aufnahmen und alles. Das ist alles so wirklich. Manchmal überrascht es mich, dass er solche Momente hat, da er für gewöhnlich so ein glücklicher und fürsorglicher Kerl ist.

Eure Musik wird meist als ziemlich düster wahrgenommen, da sie ziemlich schwere Materie behandeln. Gibt es eine hellere Seite von Linkin Park, die wir nicht sehen?
Absolut. Die Band hat einen riesigen Verständnis von Humor über sich selbst. Wenn wir nicht grade einen Song machen, kann man uns definitiv rumalbern sehen, wir halten uns in Schach. Wenn irgendeiner seinen Platz vergisst, wenn irgendein Ego sich aufspielt oder es irgendeine Kurzsichtigkeit gegenüber dem, was die Band ist, gibt, dann machen wir uns bestimmt übereinander lustig. Am Ende des Tages sind wir eben auch nur etwas nerdige Kerle. Wir können versuchen uns auf die Bühne zu stellen, uns cool zu verhalten oder auszusehen, aber wir sind keine coolen Typen. Es macht Spaß so zu tun und es Teil des Showerlebnisses werden zu lassen, aber selbst wenn ihr auf unsere YouTube seite geht, könnt ihr sehen, wer wir wirklich sind – wirs sind sind alles andere als coole Typen und schon gar keine harten Typen.

Abschließend, erinnerst du dich an das Linkin Park vs. Q Magazine Fußballspiel aus dem Jahr 2010?
Das war die erste Sache an die ich dachte, als wir anfingen zu telefonieren! Ich bin keine wirklich athletische Person. Eine Menge davon hatte damit zu tun, dass das Q Magazine Team sich schon für etwa eine Stunde aufgewärmt hatte. Wir schauten uns gegenseitig an und dachten:“Oh mein Gott, diese Kerle meinen es erst, wo sind wir da bloß reingeraten?“ Aber ich denke ihr habt es ausgetragen! Ich wage nicht zu sagen – wenn ich in eine eins gegen eins Situation gegen einen Q Magazine Journalisten komme, würde ich definitiv geschlagen werden. Ich bin kein David Beckham, absolut nicht.

Quelle: Q Magazine via LPTimes

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